Verselbständigung und Übergänge

Der verantwortungsvolle Umgang mit Übergängen ist uns besonders wichtig. Dies gilt für die Verselbständigung und besonders für die Beendigung einer Maßnahme. Als Grundlage dient uns ein Stufenplan, der eine schrittweise Abkopplung ermöglicht.

Als Vorbereitung auf die Verselbständigung dient die altersgemäße Übernahme häuslicher Verpflichtungen, wie das Reinhalten des eigenen Wohnraumes (von Beginn an), Zubereitung der Pausenbrote für die Schule (ab 12 Jahre), Wäschewaschen (ab 14 Jahre), eigenständige Verantwortung für Kontrolluntersuchungen und Organisation der Heimfahrten (ab 15 Jahre), selbstständiges Perspektivenmanagement BAföG-Anträge, Schulanmeldungen, Kontoverwaltung, etc. (ab 16 Jahre).

Im Fall einer bevorstehenden Rückführung verlängern wir nach und nach die Besuchszeiten im Herkunftssystem und stellen die Veränderung des Lebensraums in den Mittelpunkt unserer (Eltern-) Arbeit. Unterstützend finden regelmäßig vorbereitende Gespräche mit allen Beteiligten statt.

Jugendliche oder junge Erwachsene, die nach ihrer Schulentlassung nicht in ihre Familien zurückkehren oder sich in Ausbildung befinden, können in einer angemieteten Wohnung schrittweise auf eine selbständige Lebensführung vorbereitet werden. Im Bedarfsfall unterstützen wir die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sowie die zuständigen Behörden bei der Organisation von geeigneten Anschlussmaßnahmen.